Geschichte
Die Stahlton AG wurde 1945 gegründet, als drei junge Ingenieure eine innovative Lösung für den Baustoffmangel entwickelten – das vorgespannten Beton- bzw. Stahlton-Brett-System. In den folgenden Jahrzehnten prägte das Unternehmen mit zahlreichen Innovationen den Hoch-, Tief- und Brückenbau sowie die Geotechnik in der Schweiz. Bis heute verbindet Stahlton Tradition mit technischem Fortschritt und bleibt führend in der Entwicklung moderner Baustoffe und Verfahren.
Stahltons Anfänge
1944
Wie alles begann
Im Jahre 1944, als Stahl und Zement kriegsbedingt sehr knapp waren, hatten drei junge Schweizer Ingenieure eine geniale Lösung, wie man dem akuten Baustoffmangel wirksam begegnen konnte. Sie entwickelten ein materialsparendes tragendes Bauteil, das sich hervorragend als Fenstersturz und für Decken eignete. Die Idee war einfach aber brillant: man versah gewöhnliche Ziegelsteine mit vorgespannten Stahldrähten und vergoss sie anschliessend mit Mörtel. Damit hatten die drei Erfinder aus der Not eine Tugend gemacht und das legendäre Stahltonbrett geschaffen.
Die Erfolgsaussichten des Stahltonbretts führten im Jahr darauf zur Gründung der Firma Stahlton AG mit Sitz in Zürich und der serienmässigen Fertigung der Stahltonbretter im neuen Werk in Frick, AG.
Der ersten Erfindung folgten in den Jahrzehnten bis heute eine Vielzahl weiterer bahnbrechender Innovationen für den Hoch-, Tief- und Brückenbau, die Geotechnik und auf dem Gebiet der Tragwerksverstärkung. Stahlton ist unermüdlich mit der Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Verfahren beschäftigt und sucht dabei stets auch nach neuen Einsatzmöglichkeiten und alternativen Baustoffen.
1945
Gründung der Firma
Gründung der Firma Stahlton AG mit Sitz in Zürich von den Bauingenieuren Max Birkenmaier, Antonio Brandestini und Mirko Robin Roš zur Entwicklung und Vorfabrikation der Stahltonbretter für Decken und Stürze.
Inbetriebnahme des Werkes 1 (heute: Stahlton Bauteile AG) am Weiherweg 4 in 5070 Frick zur Herstellung von Stahlton-Sturzbrettern und -Decken.
1949
Entwicklung von Stahlton-BBRV
Entwicklung (in Zusammenarbeit mit Ing. K. Vogt) des Spannsystems Stahlton-BBRV benannt nach den Firmengründern und dem Stahlspezialisten Vogt.
Markteinführung der Stahlton-Rolladenstürze
1951
Erste Brücke
Die erste Brücke in der Schweiz wird nach diesem Spannbeton-Verfahren vorgespannt.
1953
BBRV-Felsanker
Im Jahr 1953 konnte die erste Anwendung mit Stahlton-BBRV-Felsankern verzeichnet werden.
1954
Werk 2 in Frick
Im Herbst 1945 erfolgte die Inbetriebnahme des Werks 2 an der Hauptstrasse 13 in 5070 Frick zur Herstellung der Vorspannkabel (Schwerpunkt Bautechnik).
1959
Beton-Vorfabrikation
Die Beton-Vorfabrikation im neuen Werk 3 an der Hauptstrasse 131 in 5070 Frick wird in Betrieb genommen.
1960
Erste Filiale in der Westschweiz
Anfangs 60er Jahre wird Geld in den Ausbau des Werkes 2 an der Haupstrasse 13 in 5070 Frick mit dem Schwerpunkt der Bautechnik investiert und gleichzeitig die Eröffnung der Filiale in Lausanne gefeiert.
1961
Erste vorfabrizierte Brücke
Lieferung und Montage der ersten vorfabrizierten Brücke und des ersten Fussgängersteges mit Schrägkabeln in Binningen, einer Gemeinde im Kanton Basel-Landschaft
1962
Erste Filiale im Tessin
Um die Aufträge in der italienischsprachigen Schweiz zu steigern, wurde in Lugano im 1962 eine zusätzliche Filiale eröffnet.
1964
Expo 64
Mit dem Slogan «Zu Land und zu Wasser, ein Spiegel der Heimat sein» eröffnete im Sommer 1964 die Expo 64 in Lausanne. Über 12 Millionen Besucher reisten an. Dafür wurden Teile des Expogeländes am Seeufer extra aufgeschüttet. Für die Stahlton AG bedeutet diese Expo 64 die erste Schrägkabelkonstruktion und zwar am Bahnhof Lausanne.
1965
Erster Freivorbau
Nach der Expo 64 ist vor dem ersten Freivorbau-Brückenbau. Dieser findet in Basel statt. Die Johanniterbrücke ist die eleganteste Basler Rheinbrücke.
Die neue Brücke mit Spannweiten von 59, 137 und 64 m wurde auf zwei Pfeilern der alten Brücke errichtet, und dies ohne wesentliche Beeinträchtigung des Strassen- und Schiffsverkehrs. So wurden vorerst die beiden Brückenhälften links und rechts der alten Brücke errichtet, dann die alte Brücke abgerissen und schliesslich die beiden Hälften aneinandergeschoben (Quelle: basler-baukultur.ch).
Zur gleichen Zeit erfolgt auch die erste Fundamentplatten-Vorspannung.
1967
Filiale St. Gallen
Eröffnung der Filiale St. Gallen und Ausbau des Werkes 1 am Weiherweg 4 in 5070 Frick. Zudem erster Einsatz von Stahlton-CONA-Monolitzen.
1968
Stahlton-HiAm-Schrägkabel
Die Stahlton AG wendet erstmalig die Stahlton-HiAm-Schrägkabel in der Kunstofftechnik an und setzt diese in München im Olympiastadion ein.
Die 70er Jahre: Viele erste Male
1969
Stahlton baut gross
1969 wagt sich Stahlton an was grosses und führt die Stahlton-BBRV-Grossvorspannglieder ein.
1970
Aussenliegende Vorspannung
1970 erhält die Stahlton AG das erste Bauprojekt mit aussenliegender Vorspannung. Dies ist eine Methode, bei der die Spannglieder ausserhalb des eigentlichen Bauteils verlegt werden. Dies geschieht meistens in Hüllrohren und leitet so die Vorspannkraft über seitliche Konsolen ein. Diese Technik wird häufig für die Verstärkung von Bestandsbauten, insbesondere Brücken, und für den Bau von Spannbeton-Hohlkastenbrücken eingesetzt. Vorteile davon sind die Korrosionsbeständigkeit, die einfache Nachspannbarkeit und die Austauschbarkeit der Spannglieder.
1971
Schlitzwand
Die 70er Jahre sind glorreich für die Stahlton AG, denn sie hat die Möglichkeit mehrere Erstaufträge auszuführen, so auch eine vorgespannte Schlitzwand.
1973
Stahlton-Stützreifen-Vorspannung
Zwei Jahre später erfolgt die Einführung der Stahlton-Stützreifen-Vorspannung für Flachdecken.
1974
Stahlton-Avenit-Klebebewehrung
1974 wird die erste Ausführung der Stahlton-Avenit-Klebebewehrung dokumentiert.
1975
Glasfaserbeton (GFB)
Mitte der 70er Jahre steigt die Stahlton AG in die Glasfaserbeton (GFB)- Technologie ein.
1977
Filenit-Hohlstürze
Entwicklung der Filenit-Hohlstürze
1978
Stahlton-CONA-Sol und Avenit-Fahrbahnübergänge
Entwicklung der Stahlton-CONA-Sol Anker sowie Einführung der Stahlton-Avenit-Fahrbahnübergänge.
Die 80er und 90er
1983
Automatisierte Umlaufanlage
Die automatisierte Umlaufanlage für die Sturzbrettfabrikation wird in Betrieb genommen.
1984
Erste Schrägkabel-Strassenbrücke
Erste Schrägkabel-Strassenbrücke über den Rhein in Diepoldsau.
1985
Werk 3
Erweiterung des Werkes 3 an der Hauptstrasse 131 in 5070 Frick (heute: Stahlton Bauteile AG).
1985
Mauerfusselement
Entwicklung des Mauerfusselementes Themur
1988
Aussenliegender Vorspannung
Erster Brückenneubau mit aussenliegender Vorspannung
1991
Stahlton-Avenit-Klebebewehrung
Erste Stahlton-Avenit-Klebebewehrung mit CFK-Lamellen.
1996
Neuer Marktauftritt
Die Stahlton AG investiert in einen neuen Marktauftritt mit einem damals zeitgemässen Erscheinungsbild.
1998
Fensterbänke Ecomur
Herstellung der extrudierten Fensterbänke Ecomur aus Glasfaserbeton.
Bautechnik und Bauteile trennen sich
2001
Übernahme von Produktelinien
Übernahme der Produktelinien Piccolin Cemfor, Cemfor und Lawatherm von der ZZ Wancor und Verlagerung der Produktion dieser Bauteile von Tuggen nach Frick. Das Litzenspannsystem Stahlton-CONA wird eingeführt.
2003
Schürzenelement
Entwicklung des Schürzenelementes Eco Tab aus Polystyrol und Glasfaserverbundwerkstoff
2005
Aus eins wird zwei
Im 2005 wird die Verselbständigung des Geschäftsbereichs «Bauteile» beschlossen und aus dem bisherigen Unternehmen entstehen die beiden Schwestergesellschaften «Stahlton AG» und «Stahlton Bauteile AG».
Die Trennung erfolgt nicht nur aus Administrative Sicht in Bezug auf die Aktionäre, sondern auch im Bereich der Produktion. Die Werke 1 (Weiherweg 4) und 3 (Hauptstrasse 131) werden künftig von der «Stahlton Bauteile AG» betrieben, während das Werk 2 (Hauptstrasse 13) die Produkte der «Stahlton AG» herstellt.
Im gleichen Jahr erfolgte die Übernahme der Geschäftsaktivitäten der ehemaligen Anker- und Vorspanntechnik AG.
Viel Neues, aber auch viel Bewährtes
2006
Stützenkopfverstärkung
Entwicklung und Markteinführung des „StüKo“-Elementes zur Erhöhung des Durchstanzwiderstandes.
2010 | Januar
Kauf der Firma Spann-Stahl AG
Die Stahlton AG übernimmt die Firma Spann-Stahl AG aus Hinwil, welche 1969 gegründet wurde.
2010 | Juli
Rückbaubarer Anker
Einführung des rückbaubaren Ankers (freie Länge) mittels induktiver Schmelzdose.
2014
BBR VT CONA CMX
Einführung Vorspannsystem BBR VT CONA CMX.
2017
Stahlton Rapid
Einführung leichter Schutzzaun Stahlton Rapid.
2018
Memory Steel-Verstärkungstechnologie
Einführung der Memory Steel-Verstärkungstechnologie (re-plate).
Eine neue Ära beginnt
2019
Fusion der Stahlton AG mit der Spann-Stahl AG
Die Stahlton AG und die Spann-Stahl AG haben sich in ihrer gemeinsamen über 120-jährigen Geschichte auf dem Gebiet ihrer Kerntätigkeiten Vorspann-, Schrägseil-, Geo- und Sanierungstechnik zu führenden Anbietern auf dem Schweizer Markt entwickelt. Aufgrund der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit haben beide Unternehmen beschlossen auf Ende Juni 2018 zu fusionieren. Daraufhin wurde die Spann-Stahl AG im Jahr 2019 aus dem Handelsregister gelöscht und die Stahlton AG passt sein Logo den neuen Gegebenheiten an.
2020
75 Jahr Jubiläum
2020 – das Jahr in welchem die Stahlton AG 75 Jahre alt wird.
2025 | Januar
80 Jahr Jubiläum
Die Stahlton AG wird 80 – und das haben wir gebührend gefeiert. Die 80 wurde nicht nur für 365 in das Logo eingebaut, die Zahl erinnerte uns auch daran, dass sich mittlerweile mehr als 80 Mitarbeitende tagtäglich für das Gelingen dieser Unternehmung einsetzen. Aus diesem Grund haben wir unser Jubiläumsfest im Herbst 2025 bewusst im kleinen Rahmen gefeiert.
2025 | Juli
Neues Bürogebäude in Frick
Mit dem Bau des neuen Bürogebäude auf dem Areal des Werks 2 in Frick knüpft die Stahlton AG an die kontinuierliche Geschichte der Werksentwicklung an. Mit modernster Technologie
Highlight: Die eingebauten Deckenelemente, welche Akustik, Haustechnik und die thermische Bauteilaktivierung (TABS) in sich aufnehmen, stammen aus der Produktion der Schwestergesellschaft Stahlton Bauteile AG.
2025 | November
Neuer Webauftritt
Endlich live. Mit stolzer Brust freuen wir uns den Usern im Internet mit neuem Glanz entgegenzutreten. Neben dem offensichtlichen Facelift wurden auch strukturelle Änderungen vollzogen.
Lösungen für dauerhafte Bauwerke.
Wir beraten Sie gerne.